Sonderausstellung „Die Toten des Pogroms 1938 in Rheinland-Pfalz“ und die jüdischen Opfer aus Odenbach
11.10.2026 bis 30.10.2026
„Die Toten des Pogroms 1938 in Rheinland-Pfalz“ und die jüdischen Opfer aus Odenbach -
Sonderausstellung in der Synagoge Odenbach vom 11.-30.10.2026
Ausstellungseröffnung am Sonntag, 11. Oktober 2026, um 15 Uhr mit Bernhard Kukatzki, Mainz
Öffnungszeiten der Ausstellung:
Donnerstag 17:00-19:00 Uhr – Sonntag 14:00-16:00 Uhr – gerne auch nach Absprache außerhalb dieser Öffnungszeiten
Die Ausstellung der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz ist vom 11. bis 30. Oktober 2026 in der ehemaligen Synagoge in Odenbach am Glan zu sehen. Sie erinnert an die Menschen, die während des Novemberpogroms 1938 in Rheinland-Pfalz verfolgt und ermordet wurden, und bietet damit Gelegenheit, sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus, jüdischem Leben und den Folgen von Ausgrenzung und Verfolgung auseinanderzusetzen. Ergänzt wird die Ausstellung mit den Geschehnissen in dem Ort Odenbach am Glan, in dem seinerzeit eine große jüdische Bevölkerung lebte.
Die Ausstellungseröffnung findet am Sonntag, 11. Oktober 2026, um 15 Uhr statt. Zur Eröffnung wird Bernhard Kukatzki, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, in die Ausstellung einführen. Im Anschluss besteht Gelegenheit zur gemeinsamen Besichtigung.
Außerdem ist begleitendes Filmmaterial zu sehen, das vom „NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz/Gedenkstätte KZ-Osthofen“ zur Verfügung gestellt wird.
In der Ausstellung wird auch der seinerzeit in Odenbach lebende jüdische Bürger Albert Felsenthal vorgestellt. Sowohl in der Reichspogromnacht, aber auch in den Jahren davor seit der Machtergreifung der Nationalsozialisten hat er und seine Familie vielfältig unter Repressalien gelitten. Die Haft in den Konzentrationslagern hat Albert Felsenthal glücklicherweise überlebt. Nach der Befreiung ist er zu seiner Familie nach Odenbach zurückgekehrt.
In einer kleinen Broschüre hat der Förderverein zu Albert Felsenthal und weiteren jüdischen Mitbürgern Informationen zusammengetragen. Dabei wird deutlich, dass diese durch vielfältige Zerstörungen nicht nur ihr Hab- und Gut demoliert, sondern auch ihre Existenzen vernichtet wurden. Nicht zuletzt erlitten auch die in Mischehen lebenden christlichen Ehepartner und Familien viel Leid.
Foto: Albert Felsenthal, Odenbach - Foto zur Verfügung gestellt von: NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz/Gedenkstätte KZ-Osthofen
Veranstalter
Förderverein ehemalige Synagoge Odenbach e.V
Mühlacker 26
67744 Lohnweiler
E-Mail:
https://www.ehemalige-synagoge-odenbach.de
Öffnungszeiten:
Besichtigungen und Führungen in der ehemaligen Synagoge Odenbach werden nach telefonischer Terminabstimmung jederzeit gerne durchgeführt.
